Ich kann mich aber noch genau an das Schulsystem in der DDR erinnern, ebenso wie an die sogn. Pädagogen im Westen. Ich bin heute immer noch der Meinung, dass ich früher in der DDR im Vergleich zur Schulausbildung im Westen besser und mehr gelernt hatte und meine Lehrer in der DDR mit uns Kindern auch besser umgehen konnten. Die im westen sind ja sogar zu unfähig Zelte aufzubauen nach anleitung. Da wurde in der DDR es besser beigebracht.^^ Geht mir ebenso, vor allem die vermittelte Bandbreite und Tiefe an Wissen fand ich wesentlich besser. Ebenso den Anspruch der Lehrer gewisse erzieherische Aufgaben mit zu übernehmen. Man muss aber sagen, die Lehrer in der DDR hatten mehr Einflussmöglichkeiten. Z.B. konnten die bei den Eltern am Arbeitsplatz auftauchen, wenn du ständig quergeschossen hast, bzw ne Mitteilung an den Betrieb der Eltern machen: Sohn/Tochter von Hernn/Frau X macht Stress,schwänzt Schule etc. Seitdem hat sich (vor allem für den “gelernten” Ossi) die Gesellschaft grundlegend geändert, und etliche Werte, mit denen sie damals erzogen wurden und aufgewachsen sind, haben heute ihre Bedeutung verloren. Viele “Altbundesbürger” sind der Meinung, daß gerade die Zeit (und die Generation) der 68er einen grundlegenden Wandel herbeigeführt haben. Ich kann das nicht beurteilen, aber die Ursachen, die zu einem Wertewandel geführt haben, sind vielschichtig und betreffen eigentlich jeden Einzelnen der Gesellschaft. Deshalb ist es auch kurzsichtig, wenn bei Diskussionen über bestimmte Themen (PISA, Schulmassaker in Erfurt) sich die einzelnen Grüppchen immer wieder gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben. So einfach ist es eben nicht. Es beginnt im Elternhaus, setzt sich – wer ihn absolviert im Kindergarten fort (der ja mittlerweile zur Aufbewahrungsanstalt degradiert ist), in der Schule, in der die Lehrer gegen die Schüler (und gegen ihre eigene Machtlosigkeit) ebenso ankämpfen müssen wie gegen ihren schlechten Ruf… Das Thema tangiert wie gesagt jeden in unserer Gesellschaft. Ich habe nur ein paar Stichpunkte kurz umrissen. Das Thema der Länderhoheit in puncto Schulbildung (und die Frage, ob die Hoheit nicht besser beim Bund aufgehoben wäre; schließlich sollten wir die Zeiten der Kleinstaaterei überwunden haben) käme noch dazu, und und … Zumindest währe dies doch ein Vorschlag für ein flexibles und an die Leistungsfähigkeiten und die persönliche Entwicklung der Kinder angepasstes Schulsystem. Ich persönlich bin auch der Meinung, daß das DDR-Schulsystem gerechter und qualitativ besser war, sieht man mal von der ganzen Rote-Socken-Problematik ab. Ich glaube, Thomas Jefferson war es, der einmal sinngemäß gesagt hat, daß Demokratie unbrauchbar sei, wenn die Menschen keine ordentliche Schulbildung hätten. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
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Friday, June 25th, 2010 at 8:33 am
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